Florenz ohne Kinder

Es ist schon ein Zeiterl her, aber der Mann und ich haben Florenz unsicher gemacht. Und das ohne Kinder. Luxus pur sozusagen.

Ohne Kinder drei Tage in Florenz. Und weil ohne Kinder sind wir mit dem Flixbus über Nacht von Graz nach Florenz gefahren. Ankunft acht Uhr morgens. Erster Programmpunkt also ein Cappuccino im neu gestalteten Foodcourt der Markthalle von Florenz. Der Mercato Centrale scheint aktuell der „place to be“ zu sein. Wir waren auch sonntags zum Mittagessen dort und mussten um einen Platz kämpfen. Aber es lohnt sich auf alle Fälle. Auch die von Ai Wei Wei gestaltete Überkopfdeko aus übergroßen Korbgeflechten.

Ohne besagten Cappuccino hätte die Kraft gefehlt, mit Herrn Marx per pedes die Stadt zu erkunden. Und das ist wirklich die einzige Art, auf die man Florenz erkunden sollte. Außer vielleicht auf einer Vespa. Aber die hat nicht in den Bus gepasst.

Die Mischung aus Altstadt mit schmalen Gassen, tollen Museen, bestem Essen, sensationellem Kaffee und natürlich zig haben-wollen Shops – hey, Aquazzura, i’m talking about you – ist toll und verlangt nach vielen, vielen weiteren Besuchen. Vor allem weil wir unser Wohnzimmer schon gefunden haben: Ditta Artigianale! Jeden Tag unseres Aufenthaltes waren wir mindestens einmal dort. Um Cappuccino zu schlürfen oder Mittag zu essen oder das WIFI zu nutzen oder uns aufzuwärmen. Es hatte immerhin um die 0 Grad. Bei Ditta wird der Kaffee selbst geröstet und er schmeckt sensationell. Und zu sitzen, zu tratschen, ohne dass (unsere) Kids das Lokal umdrehen war äußerst entspannend.

Eines Morgens erklommen wir gleich in der Früh die Dachterasse von La Rinascente. Und siehe da: wir hatten den besten Ausblick auf den Duomo und mussten diesen auch mit niemandem teilen. Da hab sogar ich mal auf einem Foto gelächelt…

Ebenso morgens haben wir den David von Michelangelo in der Galleria dell’accademia besucht. Es hat sich ausgezahlt, denn es waren kaum Menschen im Saal und auch die Warteschlange hat sich in Grenzen gehalten. Überhaupt sollte man bei Museumsbesuchen in Florenz erstens Tickets reservieren, geht eh online, und sich an die ersten Slots des Tages halten. Ansonsten wartet man sehr, sehr lange oder kommt bei dem Riesen-Touristenmassen nicht zum Zug. Und man sollte sich weder die Uffizien noch den Sala dei cinquecento im Palazzo Vecchio entgehen lassen. Oder den Palazzo Pitti. Oder den Palazzo Strozzi. Oder, oder, oder…

Zu guter Letzt: Abendessen im La Menagere: so stylisch eingerichtet, dass man fast aufs essen vergisst. Nur der Klavierspieler war vielleicht ein bit much. Aber ein bissl kitischig passt dann doch zu Firenze.

One Comment on “Florenz ohne Kinder

  1. Cosa dovrei dire? È bella Italia!! Un meraviglioso rapporto di viaggio…….grazie

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