München mal anders

Man kennt München ja irgendwie. Weißwurst, Bier in viel zu großen Masseinheiten, Fußball und Schickeria. Von all dem wollten wir nichts sehen. Stattdessen: Dinosaurier-Skelette, Fahrzeuge aller Art und nichts weniger als die Sterne! Aber der Reihe nach.

Um die erstmaligen Herbstferien nicht nur daheim zu verbringen haben wir länger nach einer Destination gesucht um ein wenig vom Alltagsstress zu entfliehen und – nonanet – den Kindern etwas zu bieten. Nachdem ich schon länger mitbekommen habe dass die ESA im Frühjahr ein neues Planetarium eröffnet hat und Emma und ich sowieso von Raketenfieber gepackt sind fiel unsere Wahl auf München.

Die aber an Freitag morgen ging problemloser als gedacht, durch den Nationalfeiertag war so gut wie kein Verkehr. Um 5:15 führen wir los und um 9:45 waren wir mit Zwischenstopp tatsächlich in der Garage des Hotels.

Nach den Bezug des Zimmers ging es sofort mit der U-Bahn Richtung Innenstadt den wir hatten es eilig: für erste Station unser Museums-Rallye schloss tatsächlich schon um 14h ihre Pforten. Das Paläontologisches Museum In der Nähe des Königsplatzes ist schon einmal ein tolles Gebäude und der Eintritt ist sogar frei! Valentin könnte es kaum noch erwarten, war es doch die Aussicht auf Dino- Skelette was auch ihn von München überzeugte. Die Ausstellung war zwar nicht besonders groß und die Haupt-Exponate waren wegen einer Neugestaltung leider nur über die Galerie zu bewundern aber die Jahrmillionen alten Skelette, Ammoniten,… hat uns vier schon einmal überzeugt. Zum Mittagessen ging es zum Mr. Pancake und Eck, ein winziges Lokal in dem man mit Kinder wenig falsch machen kann und wir Glück hatten einen der 4 Tische zu ergattern. Danach spazieren wir ein wenig durch die Innenstadt und schon etwas müde könnte ich die Familie auch noch von einem Abstecher in den neuen Rose-Showroom überzeugen um mir ein paar Rennräder anzusehen die mir gut gefallen würden. Der Abstecher war tatsächlich ein großes Glück, den über diesen entdeckten wir das Lokal in dem wir anschließend zum Abendessen gehen wollen. Nach einer kleinen Pause im Hotel spazieren wir in Richtung Theresienwiese wo offensichtlich die Abbauarbeiten von den „Zeiten“ von der Wies’n noch nicht beendet war. Die Größe des Areals war gleichermaßen erschreckend wie auch beeindruckend und bestärkt mich darin am Oktoberfest und dem Rummel nicht die Bohne interessiert zu sein. Das abendliche Highlight war dann aber unerwarteter Weise das Essen im zuvor ausgesuchten Lokal „Lenz„. Ein gediegenes aber großes Lokal in Kerzenlicht getaucht, Wiener Schnitzel für die Kids und fantastisches Thai Curry für die Eltern. Ein würdiger Abschluss für den Tag.

Der Samstag begann noch nicht ganz regnerisch wie vorhergesagt, aber Valentin konnte das Planetarium nicht erwarten und war um 5h30 wach und bereit. Um 9h waren wir dann schließlich pünktlich zur Öffnung des „Deutschen Museum Verkehrszentrum„. Klingt etwas sperrig, aber das ist vor allem (natürlich nicht nur) kleinen Buben völlig egal: Autos, Motorräder, Lastwagen aller Bauarten und Jahrgänge, ja sogar alte und neue Züge und Straßenbahnen so weit das Auge reicht. Valentin war nicht zu halten, ich kam kaum nach und habe mehrfach den Anschluss verpasst. Selbst schuld wenn man auch die Objektbeschreibung lesen will. Das Mittagessen gehen wir in einem kleinen Café in der Nähe der U-Bahn Station abgekürzt um rechtzeitige zum nächsten Highlight nach Garching zu können: dem neuen Komplex der ESA mit den Planetarium. Die U6 führte uns an der Allianz Arena vorbei, also ein bisserl Fußball war dann doch dabei. In der Supernova have ich schnell unsere reservieren Tickets gedruckt und dann begannen wir die Ausstellung die alle Aspekte der Forschung am Sonnensystem fremdem Sternen und Exoplaneten beleuchtet. Nach 1h hatten wir gerade die Hälfte durch aber eine kleine Jause mussten wir vor der Vorstellung um 14h von „Limbradur und die Magie der Schwerkraft“ unterbringen. Die Vorstellung selbst war beeindruckend. Es begann mit einer Vorstellung des Sternenhimmels über München, schenkte dann nach Chile wo die ESA ihr größten Teleskope betreibt und Ehre mit den Hauptteil, einem Film wo ein kleiner Roboter den Jungen Limbradur in die Geheimnisse der Gravitation eingeweiht. Schaut schon cool aus wenn die ISS ob dieser 14m Kuppel hochauflösend von hinten kommend über deinen Kopf hinwegfliegt! Den Abend haben wir in einem vietnamesischen Restaurant ausklingen lassen und hohen die Kinder wachen morgen trotz Zeitumstellung nicht zu früh auf…….

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