Der verhexte Urlaub

also Istrien. Und wir waren diesen Sommer nicht die einzigen die sich diese Urlaubsdestination aussuchten. Ist auch klar, so nah und auch sehr vielfältig mit vielen Möglichkeiten für Tagesausflüge. Wir hatten unsere Unterkunft zusammen mit Martina’s Eltern in Medulin aufgeschlagen, also fast am südlichsten Ende der Halbinsel in einem Haus mit Pool ca 500m vom Meer entfernt. Alles war angerichtet für einen schönen entspannten Urlaub (wir waren also nicht mit den Kindern allein !), doch es kam leider alles etwas anders……..

Die erster Woche verlief toll. Nachdem an den ersten beiden Tagen noch mäßiges Wetter vorherrschte starteten wir gleich einen Ausflug nach Pazin wo im Karst ein ganzer Fluss versickert und die Schlucht schon Jules Verne zu 1000 Meilen unter dem Meer inspiriert hat. Leider konnte man nicht in die Schlucht hinunter weil im Frühjahr ein Unwetter die Brücke zerstört hat. Der zweite Ausflug führte uns ins nicht unsympathische Aquarium vom Pula (auch wenn es nach der U-Shaka Marine World doch etwas mickrig erscheint).

Martina und ich hatten als das Wetter schön wurde sogar Gelegenheit endlich einmal stand-up-paddeling (SUP) zu probieren. Und das Istrien zum Radeln ein Paradies ist war ja schon vorher klar. Auch kulinarisch hat Istrien einiges zu bieten, viel Fisch natürlich und Trüffelnudeln, herrlich.

Die zweite Woche began auch noch toll aber endete gleich am Montag Nachmittag in einem Riesen-Schrecken. In einer schönen felsigen Bucht im Nationalpark Kamenjak auf Prematura (der südlichste Zipfel von Istrien) ist Luise so unglücklich auf einem Felsen gestürzt das sie sich die Patellasehne abriss. Sie ist sofort ins Krankenhaus nach Pula gebracht worden und wurde noch abends nach Graz ins LKH gebracht und nachts operiert.

Nur noch zu viert saß der Schock vor allem bei Martina natürlich tief. Um uns abzulenken fuhren wir am Tag danach nach Fazana von wo aus die Fähre zu den Brijuni-Inseln ablegt. Auf dieser Inselgruppe hatte der Ex-Jugoslawische Präsident Josip Brot Tito seinen Zweitwohnsitz inklusive Tierpark (und viele der Tiere die der Präsident zum größten Teil geschenkt bekam bzw. deren Nachfolger sind noch dort). Es gibt schlechteres. Emma hat schon zuvor über etwas Bauchweh geklagt. Auf der Fahrt mit dem Touristenzug bekamen wir die Rechnung für das Ignorieren der Warnung präsentiert: Emma übergab sich lautstark und war in sehr schlechter Verfassung mit einem üblen Ausschlag. Ein Besuch am nächsten Morgen beim Arzt in Pula erbrachte die ernüchternde Diagnose „Hand-Mund-Fuß Krankheit„(die sich zu Hause allerdings nicht bestätigte). Die Entscheidung diesen verunglückten Urlaub nun abzubrechen war dann eine leichte und wir traten -leider- frühzeitig die Heimreise an. Istrien, wir sehen uns wieder!

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